Universität Panthéon-Assas


Universität Panthéon-Assas


Die Universität Panthéon-Assas (französisch Université Panthéon-Assas [ynivɛʁsite pɑ̃teɔ̃asas], kurz: Assas [asas], Paris II [paʁi dø]) ist eine öffentliche Universität in Paris. Sie ist die Nachfolgerin der rechtswissenschaftlichen Fakultät der 1970 aufgespaltenen Universität von Paris, der Sorbonne. Ihre rechtswissenschaftliche Fakultät gilt in Frankreich als sehr angesehen.

Neben den Rechtswissenschaften umfasst das Studienangebot auch Wirtschafts-, Verwaltungs- und Sozialwissenschaften.

Seit ihrer Gründung hat die Universität zahlreiche Präsidenten, Ministerpräsidenten sowie weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hervorgebracht.

Die meisten der 19 Standorte der Universität befinden sich im Quartier Latin. Ein Standort befindet sich in Melun. Namensgeber der Hochschule ist das Hauptgebäude in der Rue d'Assas, westlich des Jardin du Luxembourg, sowie das Panthéon, in dessen unmittelbarer Nähe sich das im späten 18. Jahrhundert von Jacques-Germain Soufflot entworfene Gebäude der einstigen rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität von Paris befindet. Dort ist heute die Universitätsleitung untergebracht. Die Universität Panthéon-Assas teilt sich das Gebäude mit der ebenfalls 1970 entstandenen Universität Panthéon-Sorbonne. Im Zuge der Aufspaltung der Universität von Paris entschlossen sich nämlich einige Rechtswissenschaftler, Teil dieser neuen interdisziplinären Universität zu werden, während 88 der insgesamt 108 Rechtswissenschaftler die Universität Panthéon-Assas als primär rechtswissenschaftliche Universität begründeten.

Persönlichkeiten

Bedeutende Absolventen

  • Panagiotis Pikrammenos (* 1945), ehemaliger griechischer Ministerpräsident
  • Michèle Alliot-Marie (* 1946)
  • Prokopis Pavlopoulos (* 1950), Präsident der Hellenischen Republik
  • Joaquim Barbosa (* 1954), Präsident des Obersten Gerichtshofs Brasiliens
  • François Hollande (* 1954), Staatspräsident der Französischen Republik von 2012 bis 2017
  • François Baroin (* 1965)
  • Claire Chazal (* 1956)
  • Emmanuel Coulon (* 1968), französischer Jurist und Kanzler des Gerichts der Europäischen Union
  • Rachida Dati (* 1965), ehemalige französische Justizministerin
  • Patrick Devedjian (1944–2020)
  • Bruno Gollnisch (* 1950)
  • Pierre Habumuremyi (* 1961)
  • Giorgos Kaminis (* 1954)
  • Chékou Koré Lawel (* 1957), nigrischer General
  • Sébastien Lecornu (* 1986), französischer Minister
  • Jean-Marie Le Pen (* 1928)
  • Marine Le Pen (* 1968), Parteivorsitzende des Front National
  • Victorin Lurel (* 1951)
  • Alain Madelin (* 1946), ehemaliger französischer Finanzminister
  • Jean-Pierre Raffarin (* 1948), ehemaliger französischer Premierminister
  • Manuela Ramin-Osmundsen (* 1963)
  • Catherine Samba-Panza (* 1954), Interimspräsidentin der Zentralafrikanischen Republik
  • Salou Souleymane (* 1953), nigrischer General
  • Christiane Taubira (* 1952), französische Justizministerin
  • Evangelos Venizelos (* 1957)
  • Dominique de Villepin (* 1953), ehemaliger französischer Premierminister
  • Éric Woerth (* 1956)

Bedeutende Professoren

  • Jean Carbonnier (1908–2003)
  • Jean Gaudemet (1908–2001)
  • Georges Vedel (1910–2002)
  • Guillaume Cardascia (1914–2006)
  • Prosper Weil (1926–2018)
  • Michel Ameller (* 1926)
  • Claude Jorda (* 1938)
  • Edmond Alphandéry (* 1943)
  • Pierre Tercier (* 1943)
  • Jean-Claude Martinez (* 1945)
  • Pierre-Marie Dupuy (* 1946)
  • Rainer Schröder (1947–2016)
  • Ronny Abraham (* 1951)
  • Anne Debet (* 1970)
  • Peter Wirtz (* 1971)

Weblinks

  • Offizielle Website (französisch / englisch)

Einzelnachweise


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